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Flagge zeigen mit Radler-Sternfahrt

Flagge zeigen mit Radler-Sternfahrt

„Gesellschaft braucht Genossenschaft“
(Wohnungsbau)Genossenschaften im Ländle zeigen Flagge – und steigen aufs Rad

Vom Stuttgarter Neckarpark über Esslingen und Plochingen bis nach Kirchheim/Teck: Der Pulk von rund 60 Teilnehmenden dieser Rad-Sternfahrt in ihren grün-weiß-lila Sportshirts mit dem Bauklötzchen-Logo der Marketinginitiative der Wohnungsbaugenossenschaften Deutschlands gab ein imposantes Bild der Geschlossenheit ab. Wie alljährlich am „Internationalen Tag der Genossenschaften“, der weltweit am ersten Samstag im Juli begangen wird, machten auch gestern wieder die baden-württembergischen Mitglieder der bundesweit aktiven Initiative das gemeinsame Wirken für ein sozial orientiertes, bezahlbares Wohnen und ihr gesellschaftliches Engagement deutlich. An der Zwischenstation auf dem Markt in Plochingen fand man zudem Zeit und Worte, um gebührend das 10-jährige Jubiläum und die Erfolge der Verschmelzung zweier Baugenossenschaften zur heutigen Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG zu feiern. Politiker und Verbandsverantwortliche würdigten mit Statements die Anliegen der Sternfahrt. Profi-Radrennfahrer Jannik Steimle als Markenbotschafter der Kreisbau begleitete das genossenschaftliche Fahrerfeld ins Ziel, der von ihm mit organisierten Kirchheimer Radsportnacht.

„In der Marketinginitiative Deutschland e.V. sind über 400 Wohnungsbaugenossenschaften mit mehr als 800.000 Wohnungen vertreten. Sie eint das Ziel‚ die Vorteile des genossenschaftlichen Wohnens bekannter zu machen, sowie die Marke ‚Wohnungsbaugenossenschaften‘ zu stärken. Und die Genossenschaftsidee ist aktueller denn je: Mit dem Motto‚ Gesellschaft braucht Genossenschaft‘ zeigen unsere Mitgliedsunternehmen in ganz Deutschland Flagge. Die beiden an dieser Rad-Sternfahrt beteiligten Regionalverbünde vertreten 30 Wohnungsgenossenschaften mit rund 50.000 Wohnungen in Baden-Württemberg“, erläutert Bernd Weiler, Vorstandssprecher der Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG und auch stellvertretender Vorstand der Marketinginitiative Deutschland, das Anliegen der Aktion beim Start in Stuttgart. Er übernahm symbolisch den Staffelstab der Kollegen aus Berlin, die kurz zuvor ebenfalls mit einer Sternfahrt der regionalen Verbünde auf dem Rad auf den Tag aufmerksam gemacht hatten.

Fahne der genossenschaftlichen Idee hochhalten
Bevor die rund 60 radelnden Mitglieder von Wohnungsgenossenschaften, unter ihnen auch weit angereiste aus Eckernförde, Berlin und Lübbenau, ihre Fahrt begannen, begrüßte sie Andrea Lindlohr (MdL), Staatssekretärin im Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg. „‘Was der Einzelne nicht vermag, schaffen viele‘ – dieser Slogan charakterisiert am Besten, was die Genossenschaften auszeichnet: Die genossenschaftliche Idee, sich gegenseitig zu unterstützen, Ihr Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bezahlbares, angemessenes und auch soziales Wohnen beschäftigt uns intensiv, es ist eine große Herausforderung – und wir sind dankbar für die engagierte Zusammenarbeit im Ländle und dafür, dass Sie die Fahne der genossenschaftlichen Idee hochhalten.“


Auch Dr. Iris Beuerle, Direktorin des Verbandes baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen, ermunterte die Wohnungsbaugenossenschaften, in ihrer Arbeit für das Gemeinwohl nicht nachzulassen, trotz schwieriger Bedingungen. „Es gibt viele verschiedene Genossenschaften, im Bereich Wohnen, Banken, Handel, Energie oder Landwirtschaft, jeder dritte Bürger ist Mitglied einer Genossenschaft – ein riesiges Potenzial also. Die Durchschnittsmiete in den Wohnungsbaugenossenschaften in Baden-Württemberg ist mit 6,83 EUR vergleichsweise moderat, heißt: die Genossenschaften machen zwar Gewinne, die aber zurückfließen, mit denen modernisiert und gebaut sowie den Mitgliedern ein bezahlbares Wohnen ermöglicht wird. Eine Win-Win-Situation, die die Genossenschaften auszeichnet – und diese Idee müssen wir weiter nach vorne bringen.“ Sagt es, stieg mit den anderen auf ihr Rad und reihte sich ein in die genossenschaftliche Fahrgemeinschaft gen Esslingen. Hier angekommen empfing Matthias Klopfer, Oberbürgermeister von Esslingen, die Radler. Kurz informierte er über die Wohnungsthematik in der Stadt, über Fortschritte und auch aktuelle Sorgen, zu denen die steigenden Kosten für Energie und Bauvorhaben, aber ebenso aktuell 1.000 zu versorgende Ukraine-Flüchtlinge gehören. Ihm Recht gab Christian Brokate, Vorstand der Baugenossenschaft Esslingen eG, die sich um einen Bestand von 3.000 eigene Genossenschaftswohnungen kümmert. „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Doch unsere Genossenschaft besteht seit über 130 Jahren, hat Krieg und Krisen erlebt und überstanden. In der Gemeinschaft schaffen wir auch dies.“ Optimistisch vorausblickend lud OB Klopfer die Teilnehmer schon einmal für 2027 ein: „Da  feiert Esslingen sein 1.250-jähriges.“


10 Jahre Verschmelzung – eine Erfolgsgeschichte
Der Markt in Plochingen war Station Nr. 3 der Rad-Sternfahrt, aus besonders gutem Grund: Vor zehn Jahren verschmolzen die damaligen Baugenossenschaften aus Kirchheim und Plochingen zur heutigen Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG. „In Plochingen haben wir heute über 370 Genossenschaftswohnungen und verwalten darüber hinaus vier Wohnungseigentümergemeinschaften. Desweiteren betreiben wir in der Urbanstraße weiterhin unsere Geschäftsstelle. Mit der Geschäftsbesorgung des Eigenbetriebs Plochingen mit 150 Wohnungen haben wir unser Engagement in Plochingen weiter verstärkt. Der Neubau in der Geschwister-Scholl-Str. 15 mit elf Wohnungen sowie die Aufstockung der Gebäude in der Stuifenstraße 2-6 und 8-12 auf 36 Wohnungen waren weitere Aktivitäten in den vergangenen zehn Jahren. Der Kauf von 28 Betriebswohnungen der Kreiskliniken in der Hindenburgstraße 63-67 kam ebenso dazu. Insgesamt 51 weitere Mietwohnungen in zehn Jahren – das ist nicht ganz schlecht“, skizziert Bernd Weiler die Vorteile der Verflechtung. Parallel habe man das soziale und kulturelle Engagement in Plochingen intensiviert, die Kreisbaumitglieder hier feiern regelmäßig im September das Stumpenhoffest und auch Mitgliederausflüge runden das Angebot ab. „Und, auch wenn die Zeichen auf Orange-Rot bei Bauprojekten stehen, wir bauen weiter. An diesem Dienstag war der Spatenstich für zehn Doppelhaushälften und bis Ende des Jahres wollen wir weitere 22 Eigentums- und elf Mietwohnungen in der Moltkestraße erstellen.“ Plochingens Bürgermeister Frank Buß, der selbst Teilnehmer der Fahrradtour war, stimmte dem vorbehaltlos zu: „Die Fusion vor zehn Jahren war eine richtige Entscheidung. Die Erfolge in dieser Zeit sprechen für sich: Wir haben mit der Kreisbau einen sehr guten, professionell arbeitenden Partner an unserer Seite in der Kommune. Da sag ich gern Danke – und freue mich auf das weitere Miteinander, um die Wohnsituation für die Bürger unserer Stadt zu verbessern.“ Beim Talk mit Zeitzeugen ließ man noch einmal die Grundüberlegung, die vor nunmehr zehn Jahren Vorstände und Verantwortliche zur Unterschrift unter den Vertrag zur Verschmelzung zur heutigen Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG bewegten, Revue passieren.

Genossenschaften bieten mehr als Wohnen
Während sich Kirchheims Oberbürgermeister, Dr. Pascal Bader, mit seinem Rad zur genossenschaftlichen Fahrgemeinschaft hinzugesellte, übernahm er das Zepter auf der Straße, zumindest bis zur Zieleinfahrt in Kirchheim/Teck: Jannik Steimle, Jungprofi-Radrennfahrer, aus Weilheim stammend. Er fährt für QuickStep, einen belgischen Rennstall, war Etappendritter bei der Spanienrundfahrt und fuhr auf den 2. Platz im Einzelzeitfahren bei den Deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende. „Ich bin sehr stolz, aus der Region zukommen, wo andere gern mal Urlaub machen. Auch wenn ich als Sportler viel in der Welt unterwegs bin – Heimat, das ist hier, und so versuche ich, so oft es geht, hier vorbei zu schauen, meine Familie und Freunde zu treffen.“ Jannik gab Einblicke in seine Karriere und sportlichen Ziele, sprach über die Motive, das Anliegen der Rad-Sternfahrt der Wohnungsbaugenossenschaften zu unterstützen, und als Markenbotschafter der Kreisbau aktiv zu sein. Unter großem Applaus der auf den Beginn der Kirchheimer Radspornacht wartenden Sportinteressierten und Besucher rollte das Feld der radelnden Vertreter aus Wohnungsbaugenossenschaften ins Ziel. Der Kreisbau-Chef ordnete noch einmal das Anliegen des Tages und der Aktion ein: „‘Bei ons Bisch dahoim – Ond wenn mr will – a Leba lang‘ heißt es auf Bannern und Roll-ups. Richtig so, wir sind Teil der rund 2.000 Wohnungsgenossenschaften in Deutschland, die heute für sicheres und bezahlbares Wohnen in rund 2,2 Mio. Wohnungen sorgen. Fünf Millionen Menschen wohnen und leben in Genossenschaften und drei Millionen davon sind auch Mitglied. Die Wohnungsgenossenschaften aus Baden-Württemberg haben heute Flagge gezeigt mit ihrer Sternfahrt. Wir wollten werben für die Genossenschaftsidee mit unserer Aktion, denn wir bieten viel mehr als Wohnen. Die Genossenschaften sind Arbeitgeber und Ausbilder, schaffen neuen Wohnraum und sind faire Vermieter, sie engagieren sich sozial und kulturell und sind regional verwurzelt. Mit unserem Engagement schaffen wir Arbeitsplätze und stärken die Wirtschaftskraft in unserer Region. Und was ganz wichtig ist: wir sind eine nachhaltige Gemeinschaft, bei der das Mitglied und nicht der Gewinn im Vordergrund steht.“

Pressemitteilung: Flagge zeigen mit Radler-Sternfahrt

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