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Sonnenschein statt Kerzenlicht

Sonnenschein statt Kerzenlicht

Sonnenschein statt Kerzenlicht

Die Sonne kitzelt schon wieder regelmäßig unsere Nasen, ein sicheres Zeichen für den lang ersehnten Frühling! Wir können die Kraft und die Energie tanken, die wir nach diesem endlos langen Winter unbedingt brauchen! Wenn wir auf ausgedehnten Spaziergängen die ersten Knospen an den Bäumen entdecken, die Wiesen endlich wieder in sattem Grün leuchten und die Vögel allmählich aus dem Süden zurück in unsere Breitengrade kommen, beginnt das warme und helle Halbjahr. Wie jedes Jahr Ende März steht nun auch wieder die Zeitumstellung an. Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengetragen:

Auch wenn es immer wieder für Verwirrung sorgt, die Regeln ändern sich nicht: Letzter Sonntag im März – die Uhren werden in der Nacht von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr vorgestellt.
Diese Stunde verkürzt die Nacht, wodurch es morgens länger dunkel und abends länger hell bleibt. Eine kleine Eselsbrücke hilft Ihnen dabei, sich zu merken, wie die Uhren gestellt werden müssen: Die Zeitumstellung erfolgt immer in Richtung Sommer. Wenn wir also im Frühling die Zeit umstellen, liegt der Sommer noch vor uns. Demzufolge stellen wir die Uhren eine Stunde vor. Im Herbst haben wir den Sommer gerade hinter uns gelassen, also werden die Uhren zurückgestellt.

Was ist aus den Diskussionen geworden, die Zeitumstellung abzuschaffen?
Im März 2019 entschied das Parlament der Europäischen Union mehrheitlich, die Zeitumstellung abzuschaffen, nachdem bei einer Befragung der Bevölkerung Europas 84 Prozent für eine Abschaffung stimmten. Allerdings nahmen nur 4,6 Millionen Menschen an der Befragung teil – etwa 1 Prozent der Bevölkerung. Zwei Drittel davon waren Deutsche.
Eigentlich sollten danach die einzelnen EU-Staaten klären, ob sie lieber die Sommerzeit oder die Normalzeit, die Winterzeit, behalten wollen. Durch die verschiedenen Zeitzonen ist zu befürchten, dass es in Europa einen “Flickenteppich” geben könnte. Im März 2021 sollte eigentlich zum letzten Mal die saisonale Zeitumstellung auf Sommerzeit erfolgen. Seither landet das Thema nicht mehr auf der Tagesordnung. Das Interesse daran scheint nicht sonderlich groß in den verschiedenen Staaten.

Was bedeutet „ewige Sommerzeit“?
Am kürzesten Tag des Jahres würde die Sonne erst gegen 9.30 Uhr aufgehen. Ob das die Stunde mehr Licht am Nachmittag aufwiegt?

Was bedeutet „ewige Winterzeit“?
Die kurzen Nächte im Sommer wären Geschichte. Am längsten Tag des Jahres wäre bereits gegen 20.30 Uhr Sonnenuntergang.

Was ist die „richtige“ Zeit?
Vor der Einführung der Zeitumstellung 1980 galt durchgängig die Normalzeit, welche seitdem als Winterzeit bezeichnet wird. Somit ist die Winterzeit die eigentlich „richtige“. Eingeführt wurde die Zeitumstellung, weil man sich im Angesicht der Ölkrise 1973 eine bessere Ausnutzung des Tageslichts und somit eine Energieeinsparung erhofft hatte. Dieser Effekt ist nicht eingetreten, da während der Sommerzeit im Frühjahr und Herbst in den Morgenstunden mehr geheizt wird.

Vergangene Zeiten
Neu war die Idee einer Sommerzeit auch 1980 schon nicht mehr. Schon im Jahr 1783 hatte der US-Politiker Benjamin Franklin die Idee, per Zeitumstellung Kerzenlicht einzusparen. In Deutschland gab es den Wechsel von der Winter- auf die Sommerzeit erstmals im Deutschen Reich in den Kriegsjahren 1916 bis 1918 und noch einmal zwischen 1940 und 1949.
Es gab sogar, im Jahr 1947,  eine “Hochsommerzeit”, die um zwei Stunden von der Winterzeit abwich. Vielleicht ein kleiner Trost für alle, die unter der Zeitumstellung leiden.

Chaos bei der Deutschen Bahn
Für die Deutsche Bahn stellt die Zeitumstellung jedes Jahr eine große Herausforderung dar, denn sie haben einen großen Mehraufwand. Alle Züge sind plötzlich zu einer falschen Uhrzeit unterwegs. Außerdem müssen alle Fahrpläne und mehr als 120.000 Uhren umgestellt werden.

Was muss man beachten?
Smartphones aktualisieren die Uhrzeit meist automatisch. Prüfen Sie bitte, ob Sie die richtige Zeitzone und „automatisch aktualisieren“ aktiviert haben. Analoge Uhren und Wecker, aber auch Datumsanzeigen von manchen Fotoapparaten, Zeitanzeigen auf E-Herden usw. müssen hingegen manuell umgestellt werden.

Gibt es gesundheitliche Folgen bei der Zeitumstellung?
Negative Auswirkungen auf unseren Biorhythmus sind bereits eingehend untersucht und bestätigt worden. Meist haben die Betroffenen eine Art „Mini-Jetlag“. Schlapp, müde, Einschlaf- und Durchschlafprobleme, schlechtere Konzentrationsfähigkeit bis hin zu Reizbarkeit und depressiven Verstimmungen – all das kann bei Erwachsenen, Kindern und auch Haustieren vorkommen.

Und doch tickt jeder Mensch anders
Die Rhythmik von uns Menschen unterscheidet sich individuell um ein paar Stunden. Die Ursache hierfür ist Cortisol. Das Wachmacher-Hormon aktiviert unseren Körper und wird grundsätzlich in den Morgenstunden zwischen sechs und acht Uhr ausgeschüttet.
Auch Testosteron ist in dieser Zeit am höchsten; bei Frauen allerdings in geringerer Menge. Testosteron steigert unseren Antrieb und wirkt ebenso wie Cortisol aktivierend. Das Schlafhormon Melatonin ist zu diesem Zeitpunkt auf dem Tiefpunkt, weil seine Produktion vom Licht gestoppt wird.

Lerchen & Eulen
Das ist der Grund dafür, warum es sogenannte Eulen und Lerchen gibt, also Abendmenschen und Frühaufsteher. Eulen schlafen länger und sind dafür abends fit und munter. Lerchen hingegen stehen früher auf, werden allerdings zumeist auch eher müde.
Die meisten von uns liegen irgendwo dazwischen. Unser Biorhythmus ist auf Aktivität und Verdauung bei Licht und auf Ruhe bei Dunkelheit eingestellt.

Ausblick
Da eine EU-weite Einigung nicht in Sicht ist, können wir uns jetzt schon auf die kommende Winterzeit einstellen: Am 29. Oktober wird die Uhrzeit von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt!

Quellen:
https://www.br.de
https://www.quarks.de
https://www.infranken.de

 

 

 

 

 

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