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Kreisbau-Verschmelzung vollzogen

Kreisbau-Verschmelzung vollzogen

Kreisbau-Verschmelzung vollzogen:
Breite Zustimmung der Genossenschaftsmitglieder

 

Kreisbaugenossenschaft Kirchheim unter Teck eG als neue Firmierung mit Sitz in Kirchheim / Jetzt rund 1.900 Genossenschaftswohnungen im Bestand

Kirchheim unter Teck, im Juli 2026. Stadthalle Plochingen, Montagabend: Außerordentliche Mitgliederversammlung der Kreisbau. Einziger Tagesordnungspunkt ist die Verschmelzung mit der Baugenossenschaft Reichenbach an der Fils eG. Nachdem die Reichenbacher bereits am 10. Juni ihre Zustimmung gegeben hatten, votierten jetzt auch die Genossenschafter der Kreisbau einstimmig für die Fusion der beiden Unternehmen. Der neue Name ab sofort: Kreisbaugenossenschaft Kirchheim unter Teck eG mit Sitz in Kirchheim. Nach dem Eintrag ins Genossenschaftsregister gilt die Fusion rückwirkend zum 01.01.2026. Zuvor hatte Gernot Schober, Wirtschaftsprüfer und Prüfungsdirektor vom vbw – Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., zum Verschmelzungsgutachten informiert und Unbedenklichkeit attestiert. Er überreichte auch dem bisherigen Reichenbach-Vorstand Wolfgang Warth die „Goldene Verdienstmedaille“ für 33 Jahre seines Wirkens für die genossenschaftliche Wohnungswirtschaft.

 

Fragen dazu an Bernd Weiler, Vorstandsvorsitzender der Kreisbau, und Wolfgang Warth, Vorstand der Baugenossenschaft Reichenbach.

  • Herr Weiler, kurz zur Erklärung: Warum musste eine zweite, außerordentliche Mitgliederversammlung der Kreisbau einberufen werden?

Die Beratung und Beschlussfassung zur Verschmelzung waren bereits für den 22. Juni vorgesehen. Unsere Satzung sieht aber vor, dass solche Beschlüsse nur gefasst werden können, wenn mindestens die Hälfte aller Mitglieder in der Mitgliederversammlung anwesend oder vertreten ist. Das wurde nicht erreicht, also war eine weitere Präsenzversammlung erforderlich. Hier reichte, unabhängig von der Zahl der anwesenden Mitglieder, dass eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen zustimmt, um die Verschmelzung beschließen zu können.

  • Das hat ja dann geklappt, alle 120 anwesenden bzw. bevollmächtigten Mitglieder stimmten zu. Warum, Herr Warth, votierten zuvor die Reichenbacher für die Fusion mit der Kreisbau?

Einfach gesagt: Es ist richtig und die bestmögliche Antwort auf die gestiegenen Anforderungen an Wohnungsunternehmen. Unsere wirtschaftlichen Verhältnisse sind geordnet, aber die Herausforderungen aus demographischem und Klimawandel oder Modernisierung und Erhalt des Wohnungsbestandes sind gemeinsam mit einer starken Genossenschaft wie der Kreisbau im Interesse unserer Mitglieder besser zu bewältigen. Wir haben seit 2021 in Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich diskutiert, wie die Genossenschaft weiterentwickelt, mit wem und wie kooperiert bzw. fusioniert werden kann – und uns nach sieben gemeinsamen Sitzungen für die Kreisbau als solidem Partner entschieden.

  • Welche Gründe, Herr Weiler, sprachen denn aus Ihrer Sicht für die Verschmelzung?

Nun, ich stimme da Wolfgang Warth vollends zu. Wie viele Wohnungsunternehmen muss auch die Kreisbau mit erhöhtem Wettbewerbs- und Kostendruck, mit Parametern wie Inflation, gestiegenen Zinsen für langfristige Finanzierungen, fehlenden Fachkräften und vielen zusätzlichen Anforderungen umgehen. Die beeinflussen nachhaltig die Ertragskraft der Genossenschaften. Hier die Kräfte zu bündeln, um langfristig leistungs- und wettbewerbsfähig zu bleiben, ist ein Gebot der Stunde. Und: wir haben ja durchaus gute Erfahrungen gemacht. Vor 15 Jahren haben sich die Baugenossenschaften aus Plochingen und Nürtingen zur heutigen Kreisbau verbunden – eine Erfolgsgeschichte, wie es Plochingens Bürgermeister Frank Buß kürzlich betonte. Zudem führt die Kreisbau schon seit Juli 2024 die Geschäftsbesorgung für die Reichenbacher durch und hat bereits viele WEG-Verwaltungen dort.

  • Herr Weiler, Herr Warth, wie geht es jetzt weiter nach dem erfolgreichen Mitgliedervotum, und welche Konsequenzen hat das für die Mitglieder?
  1. Weiler: Mit der Eintragung in das Genossenschaftsregister wird die Verschmelzung rechtskräftig, gilt rückwirkend zum 1.1.2026. Künftiger Name des Unternehmens ist laut Satzung dann „Kreisbaugenossenschaft Kirchheim unter Teck eG“ mit Sitz in Kirchheim. Wir haben dann ca. 1.900 Genossenschaftswohnungen im Bestand und mehr als 4.500 Mitglieder.
  2. Warth: Um Befürchtungen vorzubeugen: Die Mietverträge gelten weiter, die eingezahlten Genossenschaftsanteile der Mitglieder werden an die der Kirchheimer angepasst. Und: die bisherige Geschäftsstelle in Reichenbach bleibt voraussichtlich bis Jahresende 2027 als Anlaufpunkt erhalten. Mit Martin Hermann wurde ein Reichenbacher in den Aufsichtsrat der Kreisbau gewählt, auch, um die Interessen unserer Genossenschaft weiter zu vertreten.
  3. Weiler: Klar wird, dass hier kein Großer den Kleinen schluckt. Wir agieren weiterhin auf Augenhöhe miteinander – und setzen Bau- und Modernisierungsvorhaben sowie effiziente Verwaltung der Wohnungsbestände beider Genossenschaften wie geplant um, im Interesse aller Genossenschaftsmitglieder. Denn: nur gemeinsam sind wir als Genossenschaft stark und können die Zukunft gestalten.

Grünes Licht: Einstimmiges Votum der anwesenden Genossenschaftsmitglieder der Kreisbau zur Verschmelzung

Pressemitteilung: Kreisbau-Verschmelzung vollzogen

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