Erweiterte Suche

0 € to 0 €

Ihre Suchergebnisse

Sicher im Netz

Sicher im Netz

🔐 Sicher im Netz, wie Sie Betrügern die Tür weisen

Herr Wagner sitzt mit einer Tasse Kaffee am Computer und möchte seine E-Mails checken. Plötzlich ploppt eine Nachricht auf: „Wichtige Sicherheitswarnung: Ihr Konto wurde eingeschränkt!” Der Absender gibt sich als seine Bank aus. Sein Herz bleibt stehen. Er soll sofort auf einen Link klicken und seine Daten bestätigen.
Doch Herr Wagner hält inne. Etwas fühlt sich falsch an. Seine Bank würde ihn niemals so auffordern. Mit einem Klick löscht er die E-Mail. Glück gehabt: das war ein Phishing-Versuch!

🎣 Der digitale Trickbetrug: Was ist Phishing?

Was Herr Wagner erlebt hat, ist ein klassischer Phishing-Versuch. „Phishing” ist ein englisches Kunstwort, das sich von „fishing” (Angeln) ableitet. Und genau das tun die Betrüger: Sie angeln nach Ihren persönlichen Daten. Sie versenden gefälschte E-Mails, SMS oder WhatsApp-Nachrichten, die täuschend echt aussehen. Darin fordern sie Sie auf, auf einen Link zu klicken und Ihre Passwörter, Bankdaten oder Kreditkarteninformationen einzugeben.
Die Betrüger sind dabei sehr kreativ und nutzen unsere Emotionen aus. Sie erzeugen Druck, indem sie mit Kontosperrungen drohen. Sie wecken unsere Neugier mit angeblichen Lottogewinnen oder verlockenden Angeboten. Oder sie appellieren an unsere Hilfsbereitschaft, indem sie sich als Verwandte in Not ausgeben:  der moderne Enkeltrick.

⚠️ Die häufigsten Maschen der Betrüger

Die Betrüger werden immer raffinierter. Hier sind einige der häufigsten Maschen, auf die Sie achten sollten:

💳 1. GEFÄLSCHTE BANK-MAILS

Wie bei Herrn Wagner geben sich die Betrüger als Ihre Bank aus und fordern Sie auf, Ihre Daten zu bestätigen. Sie behaupten, dass Ihr Konto eingeschränkt wurde oder dass eine „Systemaktualisierung” stattgefunden hat. Der Trick: Ein Link in der E-Mail führt zu einer gefälschten Website, die der echten Bank täuschend ähnlich sieht.

📦 2. PAKETBENACHRICHTIGUNGEN

Sie erhalten eine SMS oder E-Mail, dass ein Paket nicht zugestellt werden konnte. Sie sollen auf einen Link klicken, um die Adresse zu ändern oder eine kleine Gebühr zu bezahlen. Stattdessen landen Sie auf einer Phishing-Seite oder laden sich Schadsoftware herunter.

📄 3. ANGEBLICHE RECHNUNGEN

Sie erhalten eine E-Mail mit einer Rechnung für etwas, das Sie nie bestellt haben. In der E-Mail ist ein Link oder ein Anhang, der Schadsoftware auf Ihrem Computer installiert. Besonders tückisch: Die Rechnung sieht täuschend echt aus.

👨‍👩‍👧 4. DER „HALLO MAMA, HALLO PAPA”-TRICK

Sie erhalten eine WhatsApp-Nachricht von einer unbekannten Nummer. Der Absender gibt sich als Ihr Sohn oder Ihre Tochter aus, dessen/deren Handy kaputt sei. Im nächsten Schritt werden Sie gebeten, eine dringende Rechnung zu bezahlen. Betrüger nutzen hier die emotionale Bindung zu unseren Kindern.

🛑 Ihr Schutzschild im Netz: Der Klick-Stopp-Check

Glücklicherweise ist es gar nicht so schwer, sich vor diesen Betrügern zu schützen. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und unserem „Klick-Stopp-Check” können Sie die meisten Betrugsversuche entlarven:

✋ 1. STOPP – NICHT KLICKEN!

Klicken Sie niemals unüberlegt auf Links oder Anhänge in E-Mails oder Nachrichten, die Sie nicht erwartet haben. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit zum Nachdenken.

🔍 2. ABSENDER PRÜFEN

Schauen Sie sich die Absenderadresse genau an. Oft sind dort kleine Fehler versteckt (z.B. „Sparkasse.de” statt „Sparkasse.com” oder „“). Echte Banken verwenden immer ihre offizielle Domain.

👤 3. ANREDE KONTROLLIEREN

Werden Sie mit Ihrem vollen Namen angesprochen? Eine unpersönliche Anrede wie „Sehr geehrter Kunde” ist ein Warnsignal. Professionelle Unternehmen kennen Ihren Namen.

✏️ 4. AUF FEHLER ACHTEN

Achten Sie auf Rechtschreib- und Grammatikfehler. Professionelle Unternehmen kommunizieren in der Regel fehlerfrei. Seltsame Formulierungen sind oft ein Zeichen von Betrügern, die nicht in Ihrer Sprache aufwuchsen.

🧠 5. GESUNDEN MENSCHENVERSTAND NUTZEN

Klingt das Angebot zu gut, um wahr zu sein? Dann ist es das wahrscheinlich auch. Echte Banken fordern Sie niemals per E-Mail auf, Passwörter oder Kreditkartendaten einzugeben.

🆘 Was tun, wenn es doch passiert ist?

Sollten Sie doch einmal auf einen Link geklickt oder Ihre Daten eingegeben haben, ist es wichtig, schnell zu handeln:

🔑 PASSWÖRTER ÄNDERN

Ändern Sie sofort die Passwörter der betroffenen Konten. Nutzen Sie starke, einzigartige Passwörter mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

🏦 BANK INFORMIEREN

Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und lassen Sie gegebenenfalls Ihre Karten sperren. Je schneller Sie reagieren, desto besser können Sie Schäden verhindern.

👮 ANZEIGE ERSTATTEN

Melden Sie den Vorfall der Polizei. Das geht auch online über die Website Ihrer Polizeibehörde oder über .

💻 GERÄT PRÜFEN

Lassen Sie Ihren Computer von einem Experten auf Schadsoftware überprüfen. Oder nutzen Sie ein aktuelles Antivirus-Programm, um Ihren Computer zu scannen.

🛡️ Starke Passwörter und weitere Schutzmaßnahmen

Um Ihre Konten wirklich sicher zu machen, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

🔐 Starke Passwörter:

Sie sollten lang und einzigartig sein. Am besten verwendet man einen Passwort-Manager, der sichere Kombinationen erstellt und verwaltet.

🔐🔐 Zwei-Faktor-Login (2FA):

Zusätzlich zum Passwort wird ein weiterer Sicherheitscode abgefragt, zum Beispiel per SMS oder über eine spezielle App. Das macht es Betrügern viel schwerer.

🔄 Updates:

Halten Sie Betriebssystem, Browser und Apps stets aktuell. Nur so sind bekannte Sicherheitslücken geschlossen.

🌐 Öffentliche WLANs:

Für Onlinebanking oder Einkäufe in fremden Netzwerken sollten Sie unbedingt eine sichere Verbindung wie ein VPN nutzen.

💾 Backups:

Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig auf einer externen Festplatte oder in einer Cloud. So gehen wichtige Informationen nicht verloren.

🛡️ Sicherheitsprogramme:

Nutzen Sie aktuelle Virenschutzprogramme und eine aktivierte Firewall, um Geräte zusätzlich abzusichern.

📚 Informationsquellen:

Verlässliche Tipps und Warnungen finden Sie bei der Verbraucherzentrale und beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

🏢 Auch Unternehmen sind im Visier

Nicht nur Privatpersonen sind betroffen. Auch wir bei der Kreisbau als mittelgroßes Unternehmen sind regelmäßig mit Cyberangriffen und Phishing-Mails konfrontiert. Betrüger versuchen, über gefälschte Absender oder täuschend echte Rechnungen Zugang zu internen Daten zu bekommen. Deshalb haben wir klare Sicherheitsregeln und stetiger Wachsamkeit schützt das Team um Andreas Kronhardt das Unternehmen und damit auch unsere Mitarbeiter und Mitglieder.

🌐 Gemeinsam sicher im Netz

Herr Wagner hat an diesem Morgen alles richtig gemacht. Er hat die verdächtige E-Mail sofort gelöscht und seine Bank angerufen. Dort hat man ihm bestätigt, dass es sich um einen Betrugsversuch handelte. Er hat sich nicht unter Druck setzen lassen und ist aufmerksam geblieben.
Cybersicherheit ist kein Hexenwerk. Mit ein wenig Vorsicht und gesundem Misstrauen können Sie sich und Ihre Daten wirksam schützen. Und denken Sie daran: Sie sind nicht allein. Auch wir bei der Kreisbau nehmen das Thema sehr ernst und schützen unsere Systeme und Ihre Daten mit modernen Sicherheitsmaßnahmen.
Weitere Informationen und aktuelle Warnungen finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unter .

😳 Zum Schluss:

Eine Geschichte, die man kaum glaubt
Zwischen 2013 und 2015 gelang es einem Betrüger aus Litauen, zwei der größten Tech-Unternehmen der Welt um 100 Millionen US-Dollar zu erleichtern, nur mit Phishing-E-Mails! Der Angreifer schickte einfach gefälschte Rechnungen an Facebook und Google, die sich als der taiwanesische Lieferant „Quantum” ausgaben. Die Unternehmen zahlten brav, ohne zu überprüfen. Der Betrug fiel erst auf, als ein interner Audit durchgeführt wurde. Der Betrüger wurde später festgenommen und aus Litauen in die USA ausgeliefert. Facebook und Google konnten immerhin 49,7 Millionen US-Dollar zurückfordern, aber 50 Millionen waren weg! Eine teure Lektion für zwei der klügsten Unternehmen der Welt.

 

Teilen

Vergleichen